Iserlohn. (PM Stadt Is.) Die Stadt Iserlohn lässt zurzeit ein kommunales Wirtschaftswegekonzept erstellen. Beauftragt wurde die Ge Komm GmbH I Gesellschaft für kommunale Infrastruktur... Wirtschaftswegekonzept für die Stadt Iserlohn

Ein Fahrzeug der GE-Komm GmbH war seit Februar in Iserlohn unterwegs, um die die Merkmale der Straßen und Wege im Stadtgebiet für das künftige Wirtschaftswegekonzept zu erfassen. – © Stadt Is. (Media/PR)

Iserlohn. (PM Stadt Is.) Die Stadt Iserlohn lässt zurzeit ein kommunales Wirtschaftswegekonzept erstellen.

Beauftragt wurde die Ge Komm GmbH I Gesellschaft für kommunale Infrastruktur aus dem Osnabrücker Land, die das Konzept mit Unterstützung der städtischen Abteilungen Straßen und Brücken sowie Geografische Informationssysteme erstellt.

Die geländetauglichen Fahrzeuge waren seit Februar im gesamten Stadtgebiet unterwegs und haben rund 700 Kilometer Straßen und Wege sowie Forst- und Feldwege (auch private Flächen), die außerhalb einer geschlossenen Bebauung liegen, mit Spezial-Kameras und entsprechender Hard- und Software erfasst und dokumentiert.

Hintergrund:
Wirtschaftswege stoßen vielerorts durch immer größer, breiter und schwerer werdende land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge aber auch durch weitere zahlreiche Interessengruppen (Freizeit, Tourismus, Erholung, Fahrzeuge der Daseinsvorsorge, Produktion erneuerbarer Energien etc.) mit unterschiedlichen Anforderungen an die Grenzen ihrer Nutzungsmöglichkeit.

Um ihre Wegeinfrastruktur aufrecht zu erhalten und erforderliche Verbesserungen vornehmen zu können, fehlt es den meisten Kommunen an den notwendigen Finanzmitteln. Um den tatsächlichen Bedarf besser einschätzen zu können, bietet sich die Erarbeitung eines ganzheitlichen Konzeptes, das die Bedeutung der Wege näher klassifiziert, an.

Ländliche Wegenetzkonzepte geben den Kommunen insofern die Möglichkeit, zukunftsfähige und bedarfsgerechte Strukturen zur Entwicklung ihres Freiraumes zu planen. Die Wirtschaftswege werden dabei nach der verkehrlichen Bedeutung und entsprechend ihrer Bedeutung, Nutzung und Frequentierung unterschiedlichen Kategorien zugeordnet und es werden Natur- und Landschaftselemente berücksichtigt.

Aus den fertigen Konzepten lassen sich zudem Handlungsoptionen für Investitionsentscheidungen und für die dauerhafte Unterhaltung der Wege ableiten.

Nach Abschluss der Befahrung im Stadtgebiet wird im nächsten Schritt der derzeitige Bestand an Wirtschaftswegen dargestellt. Danach sind die Iserlohnerinnen und Iserlohner gefragt: Im Rahmen verschiedener Bürgerbeteiligungsformate, unter anderem über ein Bürgerdialog-Portal, werden sie aufgerufen, bei diesem Zukunfts-Projekt mitzuwirken und sich mit eigenen Ideen und Anregungen einzubringen. Die Stadt Iserlohn wird rechtzeitig zum Start der Beteiligungen informieren.

Das künftige Wirtschaftswegekonzept für die Stadt Iserlohn soll einen Ausblick auf die kommenden 20 bis 25 Jahre geben. Bis zum Herbst dieses Jahres soll es fertig sein. Die Kosten für die Erstellung des Konzeptes betragen rund 92 000 Euro. Das Land NRW fördert die Maßnahme mit 75 Prozent im Rahmen des Programmes „Ländlicher Raum 2014-2020“. Die Mittel kommen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER).

Mit dem abgeschlossenen Wegewirtschaftskonzept als Handlungsempfehlung kann die Stadt Iserlohn später Fördermittel für die Modernisierung der Wirtschaftswege beantragen. Das Land NRW stellt Kommunen mit anerkannten Wirtschaftswegekonzepten über die „Förderrichtlinie Wirtschaftswege“ Mittel für die Modernisierung der ländlichen Infrastruktur (Wirtschaftswege) zur Verfügung.

Redaktion

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