Köln/Iserlohn. (PM DKMS) Die einjährige Paulina aus Iserlohn leidet an einer schweren Stoffwechselstörung. Nur ein passender Stammzellspender kann ihr Leben retten. Der Bürgermeister der... Paulina will leben! Iserlohner Bürgermeister Joithe wurde selbst zum Lebensretter

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Köln/Iserlohn. (PM DKMS) Die einjährige Paulina aus Iserlohn leidet an einer schweren Stoffwechselstörung.

Nur ein passender Stammzellspender kann ihr Leben retten. Der Bürgermeister der Stadt Iserlohn Michael Joithe hat selber schon Stammzellen gespendet und damit einer Mutter von zwei Kindern eine zweite Chance auf Leben geschenkt. Wer noch nicht registriert ist und Lebensretter werden möchte, kann sich über www.dkms.de/paulina ein Registrierungsset nach Hause bestellen.

Michael Joithe registriert sich Anfang der 2000er Jahre aufgrund einer Blutkrebserkrankung im persönlichen Umfeld. 2009 wird er tatsächlich als passender Spender für eine Blutkrebspatientin ausgewählt. „Den Brief von damals habe ich tatsächlich bis zum heutigen Tag aufbewahrt,“ erklärt Joithe. „Freunde und Familie waren zunächst besorgt, ob ich mit der Spende nicht ein gesundheitliches Risiko einginge. Doch nach ausführlicher Aufklärung durch die DKMS konnten diese Bedenken schnell zerstreut werden. Das kleine Restrisiko war in Relation zur möglichen Rettung eines Menschenlebens zweitrangig.“

Beim damaligen selbständigen Unternehmer und Vorsitzenden des Unternehmerverbands Wirtschaftsjunioren KJU-Iserlohn kommt die periphere Stammzellspende zum Einsatz. Dazu wird dem Spender über mehrere Tage ein Medikament verabreicht, welches die Produktion der Stammzellen im Knochenmark anregt und diese in die Blutbahn ausschwemmt. Nach dieser Vorbehandlung werden die Stammzellen über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt. „Nachdem die Nadeln für die Transplantation gesetzt waren, war die einzige Herausforderung, die lange Zeit im Bett liegen zu müssen“, erinnert sich der 47-Jährige. „Meine Tochter war damals 5 Jahre alt und natürlich war ein Gedanke, ob es sich bei meinem Empfänger eventuell um ein Kind oder um ein Elternteil eines jungen Kindes handeln könnte. Im Grunde ist das aber egal. Mensch ist ein Mensch. Punkt! Wenn man einen Menschen in Lebensgefahr sieht, fragt man ja auch nicht erst nach der Lebensgeschichte, sondern rettet das Leben, wenn man kann. Nach der Spende erfuhr ich, dass ich einer Mutter von zwei kleinen Kindern das Leben gerettet habe.“

Ähnlich geht es aktuell den Eltern der kleinen Paulina. Denn auch ihre schwere Erkrankung kann nur durch eine Transplantation aufgehalten werden. Doch bislang wurde für die Einjährige kein passender Spender gefunden. Um die Familie in dieser Situation zu unterstützen, ruft Bürgermeister Michael Joithe gemeinsam mit der Stadt Iserlohn auf: „Ich bitte Sie von Herzen: Lassen Sie sich jetzt unter www.dkms.de/paulia registrieren. Es geht schnell und unkompliziert. Für jeden von uns bedeutet dies nur einen kleinen Moment der echten Anteilnahme, für Paulina ein ganzes Leben.“

Besonders wichtig ist es, dass die Wattestäbchen nach dem erfolgten Wangenschleimhausabstrich zeitnah zurückgesendet werden. Erst wenn die Gewebemerkmale im Labor bestimmt wurden, stehen Spender für den weltweiten Suchlauf zur Verfügung.

Auch Geldspenden helfen Leben retten, da der DKMS für die Neuaufnahme eines jeden Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen.
DKMS-Spendenkonto, Kreissparkasse Tübingen
IBAN: DE64 6415 0020 0000 2555 56
Verwendungszweck: LPS 566 Paulina

Über die DKMS
Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben hat. Unser Ziel ist es, so vielen Patienten wie möglich eine zweite Lebenschance zu ermöglichen. Dabei sind wir weltweit führend in der Versorgung von Patienten mit lebensrettenden Stammzelltransplantaten. Die DKMS ist außer in Deutschland in den USA, Polen, UK, Chile, Indien und Südafrika aktiv. Gemeinsam haben wir über 10 Millionen Lebensspender registriert. Darüber hinaus betreibt die DKMS wissenschaftliche Forschung und setzt in ihrem Labor, dem DKMS Life Science Lab, Maßstäbe bei der Typisierung neuer Stammzellspender.
Hintergründe, Bildmaterialien und viele weitere Geschichten für Ihre Berichterstattung finden Sie in unserem DKMS Media Center unter mediacenter.dkms.de.

Redaktion

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