Märkischer Kreis. (pmk) Die Impfstelle in Iserlohn-Dröschede hat am Donnerstag ihren Betrieb aufgenommen. Am Standort der ehemaligen Firma Kottmann / Unisan werden zunächst Personen... „Impfstelle in Iserlohn sinnvoll und nötig“

Das zukünftige Impfzentrum in Iserlohn – © Iserlohner-Nachrichten (MK)

Märkischer Kreis. (pmk) Die Impfstelle in Iserlohn-Dröschede hat am Donnerstag ihren Betrieb aufgenommen. Am Standort der ehemaligen Firma Kottmann / Unisan werden zunächst Personen der Altersklasse 80plus und bald die 79-Jährigen geimpft. Auf Einladung von Landrat Marco Voge informierten sich heimische Bundestags- und Landtagsabgeordnete über den weiteren Verlauf.

Im Impfzentrum des Märkischen Kreises in Lüdenscheid erfolgen seit dem 8. Februar Schutzimpfungen gegen das Coronavirus. Bereits Mitte Dezember war der Impfstandort in der Historischen Schützenhalle Loh betriebsbereit. „Zeitgleich hat der Märkische Kreis konsequent das Ziel einer zweiten Impfstelle mit Standort in Iserlohn verfolgt. Die Unterstützung war überwältigend. Das Vorhaben wurde unter anderem von den Städten und Gemeinden, den Kreistagsfraktionen sowie heimischen Abgeordneten auf Landes- und Bundesebene unterstützt. Es hat einen großen überparteiischen Konsens gegeben, um den Bürgerinnen und Bürgern vor allem im nördlichen Kreisgebiet ein möglichst niederschwelliges Angebot zu machen. Dafür bin ich sehr dankbar, denn wir wollen alle Möglichkeiten nutzen, die einer hohen Impfbereitschaft dienen und das Angebot verbessern“, sagt Marco Voge. Auf Einladung des Landrats informierten sich am Mittwoch die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag und CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak sowie die Landtagsabgeordneten Angela Freimuth (FDP), Inge Blask (SPD) und Thorsten Schick (CDU) über den aktuellen und zukünftigen Stand der Impfstelle Iserlohn.

In Westfalen-Lippe ist der Märkische Kreis der einzige Kreis, der neben dem Hauptimpfzentrum eine zweite Impfstelle anbietet. Die Räume am Standort der ehemaligen Firma Kottmann / Unisan im Gewerbegebiet Dröschede sind seit Anfang Februar angemietet. Hier werden seit Donnerstag im ersten Schritt Personen der Altersgruppe 80plus aus Balve, Hemer, Iserlohn und Menden geimpft, die ursprünglich einen Termin in Lüdenscheid gebucht hatten, diesen nun aber zeitgleich und ganz unkompliziert in Iserlohn wahrnehmen können.

Acht Impfstraßen insgesamt

Die Impfstelle in Dröschede wird, ebenso wie das Impfzentrum Lüdenscheid, täglich in der Zeit zwischen 8 und 20 Uhr geöffnet sein – auch von Karfreitag bis einschließlich Ostermontag. In der ersten Woche wird mit bis zu 250 Impfungen pro Tag gerechnet. Mit zunehmender Impfstoffverfügbarkeit werden im April insgesamt acht Impfstraßen im Märkischen Kreis genutzt – sechs in Lüdenscheid und zwei in Iserlohn.

In Dröschede wird ab dem 8. April auch ein Teil der insgesamt 3.466 Menschen aus dem Kreis geimpft, die 79 Jahre alt und in diesen Tagen eingeladen worden sind. Sie können ab dem 6. April einen Termin für Lüdenscheid oder Iserlohn buchen – entweder telefonisch unter 0800 116 117 02 oder online unter www.116117.de. Zudem wird es dieses Mal möglich sein, im Rahmen der Terminvergabe auch einen zeitgleichen Impftermin für den Lebenspartner zu buchen (sogenannte „Partner-Termine“). Das Alter des Lebenspartners ist dabei nicht entscheidend.

Ergänzende Angebote

„Der kontinuierliche und hartnäckige Einsatz zahlt sich nun aus. Auch am zweiten Standort wird die Menschen ein motiviertes, freundliches und zuvorkommendes Team erwarten. Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kreises, der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, dem DRK, dem kompletten medizinischen Team und vielen weiteren Beteiligten, die diese Impfstelle möglich gemacht haben“, sagt Landrat Marco Voge und ergänzt: „In unserem Flächenkreis ist die Errichtung einer zweiten Impfstelle sinnvoll und nötig. Selbstverständlich ist der Übergang zu den Hausärzten und niedergelassenen Ärzten das Ziel aller. Die Errichtung der zweiten Impfstelle und die Impfung beim Hausarzt schließen sich aber nicht aus, sondern werden ergänzende Angebote bei unserem gemeinsamen Ziel sein, im Kampf gegen die Pandemie möglichst viel zu impfen.“

Der Ablauf an der Impfstelle ist sehr gut durchgeplant und getaktet. Bei einem Rundgang erfuhren die Bundes- und Landtagsabgeordneten Details über die Vorgehensweise an den Stationen. Informiert wurden sie von Karsten Runte, Stellvertretender Kreisbrandmeister und einer der Chefplaner der Arbeitsgruppe Impfzentrum.

Redaktion

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