Märkischer Kreis. (pmk). Bundes- und Landtagsabgeordnete aus dem Märkischen Kreis machten sich am Impfstandort Lüdenscheid ein Bild von der Einrichtung und den geplanten Abläufen.... Impfen – ein entscheidender Schritt zur Bekämpfung der Pandemie

Bundes- und Landtagsabgeordnete besichtigten auf Einladung von Landrat Marco Voge den Impfstandort in der Historischen Schützenhalle Lüdenscheid – © Märkischer Kreis Media/PR

Märkischer Kreis. (pmk). Bundes- und Landtagsabgeordnete aus dem Märkischen Kreis machten sich am Impfstandort Lüdenscheid ein Bild von der Einrichtung und den geplanten Abläufen.

Der Impfstandort Lüdenscheid ist seit Mitte Dezember startklar. Bevor die ersten Impfungen erfolgen, nutzten die Bundestagsabgeordneten Dr. Nezahat Baradari und Dr. Matthias Heider und die Landtagsabgeordneten Angela Freimuth, Gordan Dudas und Thorsten Schick auf Einladung von Landrat Marco Voge die Gelegenheit, sich ausführlich vor Ort zu informieren. „Ich bin sehr stolz darauf, was die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises zusammen mit vielen Beteiligten hier binnen kurzer Zeit gestemmt haben“, machte Voge deutlich. Er bedankte sich ausdrücklich für die hervorragende Unterstützung der Stadt Lüdenscheid und allen, die mit viel Engagement an dieser großen und wichtigen Aufgabe mitgewirkt haben.

Abhängig von der Menge der zur Verfügung stehenden Impfstoffe wird der Betrieb im Impfstandort Lüdenscheid nach und nach hochgefahren. Bis zu sechs Impfstraßen können hier parallel laufen. Zuvor werden nach Vorgaben des Landes Bewohner und Betreuer in den Pflegeeinrichtungen durch mobile Impfteams geimpft. Bis Ende der Woche sollen dort etwa 6000 Personen geimpft sein. Bald soll auch medizinisches Personal mit einem hohen Infektionsrisiko in den Krankenhäusern die Möglichkeit erhalten, sich immunisieren zu lassen.

In nächster Zeit schreibt die Kreisverwaltung alle Senioren an, die im Jahr 2021 mindestens ihren 80. Geburtstag feiern (Stichjahr 1941) und nicht in einer großen Senioreneinrichtung betreut werden. Sie werden über das Prozedere informiert und eingeladen, über die Terminvergabe der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) einen Impftermin im Impfzentrum zu vereinbaren.
Der Ablauf im Impfzentrum ist sehr gut durchgeplant und getaktet. Bei einem Rundgang erfuhren die Bundes- und Landtagsabgeordneten Details über die Vorgehensweise an den einzelnen Stationen passiert. Informiert wurden sie von Karsten Runte, Stellvertretender Kreisbrandmeister und einer der Chefplaner der Arbeitsgruppe Impfzentrum, sowie Dr. Gregor Schmitz, ärztlicher Leiter des Impfzentrums.

In Empfang genommen werden die Bürgerinnen und Bürger, die zuvor einen Termin vereinbart haben, in einem Zelt vor dem Gebäude von der Security. Der Zugang ist barrierefrei. Um unnötige Begegnungen der Patienten zu vermeiden, gibt es ein Einbahnstraßensystem. Vor der Anmeldung wird Fieber gemessen. Dann erfolgt die Registrierung. Jeder erhält einen Laufzettel, einen Aufklärungsbogen sowie einen Fragebogen zu Vorerkrankungen, den er oder sie ausfüllen und unterschreiben muss. „Bevor geimpft wird, führt der Impfarzt ein individuelles Aufklärungsgespräch durch“, weiß Dr. Schmitz. Für die Privatsphäre wurden dafür extra vier Beratungskabinen eingerichtet.

© BinoTec Media/PR

Anschließend geht es in die Impfkabine, die ausreichend Platz zum Umziehen bietet. Wer lieber im Liegen als im Sitzen geimpft werden möchte – auch das ist hier vorgesehen. Nach dem Impfen begeben sich die Personen mit reichlich Abstand und natürlich mit Maske in den Wartebereich. Falls unmittelbar nach der Spritze irgendwelche Unverträglichkeiten oder Kreislaufprobleme auftreten sollten, ist die ärztliche Überwachung gesichert. Im ehemaligen Schankraum der Schützenhalle wurde ein Sanitätsraum ausgestattet mit eigenem Ausgang und Zufahrt für einen Rettungswagen. Dr. Gregor Schmitz ist zuversichtlich, dass dies nur eine rein präventive Vorsichtmaßnahme ist. Auf Nachfrage der Abgeordneten nach eventuellen Nebenwirkungen der Impfung meinte der Arzt: „Ich habe mich selbst impfen lassen und habe keinerlei Nebenwirkungen gespürt. Aus den Pflegeeinrichtungen sind bisher auch keine nennenswerten Unverträglichkeiten bekannt geworden.“

„Die Impfstoffe sind offiziell auf europäischer Ebene zugelassen, in breit angelegten Studien getestet und somit sicher“, ergänzt Landrat Marco Voge. An der letzten Station erhalten die Bürgerinnen und Bürger eine Dokumentation der Impfung mit genauer Chargennummer des Impfstoffs zur Nachverfolgung sowie ihren zweiten Impftermin drei Wochen später.

„Da steht eine enorme Logistik dahinter“, erzählt Karsten Runte. Der Impfstoff wird vom Land NRW ins Impfzentrum transportiert und dort im eigens eingerichteten, keimarmen Labor gekühlt und nach Bedarf aufbereitet. „Den Impfstoff von Biontech/Pfizer müssen wir kurzfristig verimpfen, möglichst so, dass kein Impfstoff verfällt“, erläutert Dr. Schmitz. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Impfung nach drei Wochen wiederholt werden muss, um einen ausreichenden Schutz zu erzielen. Es ist daher eine intensive Vorplanung des Impfzentrums für die Terminvergabe notwendig. Die Verwaltung, Logistik und Security sicherzustellen, ist Aufgabe des Kreises und der Verwaltung des Impfzentrums und wird durch Stammpersonal geleistet. Für die Impfungen weist die KVWL medizinisches Personal zu. Alle Mitarbeiter des Impfzentrums können sich impfen lassen.

Die Bundes- und Landtagsabgeordneten zeigten sich von dem Rundgang und den ausführlichen Informationen sehr beeindruckt. „Wir sind startklar und sehr gut darauf vorbereitet, einen großen Durchlauf reibungslos zu gewährleisten“, sagt Landrat Marco Voge. Ein wichtiges Thema für die Bundestags- und Landtagsabgeordneten war die Anbindung des Impfstandortes an den Öffentlichen Personennahverkehr. Rechtzeitig vor dem Start des Impfzentrums wird der Märkische Kreis auf seiner Homepage an prominenter Stelle alles Wissenswerte rund ums Impfzentrum inklusive Lagekarte und ÖPNV Anbindung veröffentlichen. Wichtige Fragen werden bereits unter www.maerkischer-kreis.de/corona/index.php und www.corona-kvwl.de/

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Würden Sie sich gegen eine Coronainfektion impfen lassen?

Redaktion

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