Iserlohn / Menden. (ots) In Menden sollte es ein Backofen sein, in Iserlohn ein E-Scooter oder ein Wohnmobil: Alle drei Kaufinteressenten wollten online ein... Beim Online-Einkauf betrogen und abkassiert

Polizei Iserlohn - Hemer - Menden - Märkischer Kreis

Iserlohn / Menden. (ots) In Menden sollte es ein Backofen sein, in Iserlohn ein E-Scooter oder ein Wohnmobil: Alle drei Kaufinteressenten wollten online ein Schnäppchen machen und zahlten kräftig drauf. Vorkasse ist tückisch beim Einkauf im Web.

Vermeintliches Schnäppchen für die nächste Tour

Ein Iserlohner entdeckte im Internet ein aus seiner Sicht sehr preisgünstiges Angebot für ein Wohnmobil. Um sich das vermeintliche Schnäppchen zu sichern, leistete – ohne das Mobil überhaupt gesehen zu haben – eine Anzahlung. Schließlich hatte ihm der Anbieter Bilder seines Personalausweises und seiner Bankkarte geschickt. Am Dienstag sollte ein Termin für die Besichtigung vereinbart werden. Doch der Anbieter war nicht mehr erreichbar. Beim genaueren Hinsehen entdeckte der Iserlohner Hinweise auf einen gefälschten Ausweis. Er erstattete Anzeige.

Ausweis-Kopien helfen nicht weiter

Ausweis- oder Bankkarten-Kopien sagen überhaupt nichts. Die Papiere könnten gestohlen sein oder die Täter haben wiederum andere Menschen betrogen, um an deren Ausweis-Kopien zu kommen. Deshalb sollten insbesondere hochwertige Güter erst nach einer Besichtigung und Prüfung der Eigentumsverhältnisse angezahlt oder bezahlt werden.

Fake-Shop: Zu billig, um wahr zu sein

Ebenfalls günstig schien das Angebot für einen Backofen. Eine Mendenerin entdeckte das Angebot in einem Webshop. Sie bezahlte per Sofort-Überweisung. Erst als sich der Shop nicht mehr meldete, entdeckte sie im Internet Warnhinweise vor genau dieser Webseite. Die sogenannten Fake-Shops sind auf den ersten Blick kaum von echten, seriösen Anbietern zu unterscheiden. Sogar der Bank der Mendenerin war der Geld-Empfänger bereits aufgefallen. Doch das Geld ist weg. Online-Besteller sollten bei neuen Anbietern immer mindestens zweimal hinschauen: Sind möglicherweise angezeigte Siegel tatsächlich verlinkt und führen zu den Diensten, die diese Siegel vergeben? Wird ein richtiges Impressum mit allen Angaben veröffentlicht? Gibt es Erfahrungen anderer Käufer auf anderen Webseiten zu diesem Anbieter? Werden tatsächlich alle Bezahl-Optionen geboten oder bleibt am Ende nur die Vorabkasse? Generell sollten konkurrenzlos günstige Preise misstrauisch machen.

Kauf(versuch) im Kleinanzeigenportal

Ein Iserlohner hatte in einem Online-Kleinanzeigenportal einen günstigen gebrauchten E-Scooter entdeckt. Er vereinbarte eine Teilzahlung: Die Hälfte vorab, den Rest nach Lieferung. Auf den wartet der Kaufinteressent allerdings bereits längere Zeit. Als er bei der Anbieterin nachfragte, wurde er blockiert. Auch er erstattete Anzeige.

Sichere Bezahlarten nutzen

Nutzer von Verkaufsplattformen sollten, wenn möglich, sichere Bezahlarten wählen. Dann wird die Zahlung über die Verkaufsplattform abgewickelt. Das kostet zwar ein paar Cent oder Euro, bietet aber eine gewisse Sicherheit für beide Seiten. Allerdings gibt es auch Gauner, die diese Mechanismen aushebeln: Sie verschicken per E-Mail Links, die nicht zum Bezahl-Service der Verkaufsplattform führen, sondern auf nachgebaute Seiten. Deshalb sollte man sich zum Bezahlen tatsächlich nur auf der Seite der Verkaufsplattform bewegen und keine Zahlungsdaten in anderen Formularen eingeben. (cris)

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