Iserlohn. (PM Stadt Is.) Klaus Hennemann, Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg i.R., reiste anlässlich des Vortrages von Dr. Hans H. Hanke im Stadtarchiv Iserlohn... Architektensohn Klaus Hennemann auf den Spuren seines Vaters: Besuch am „Schlieperblock“ in Iserlohn

Klaus Hennemann (r.) und der frühere Stadtarchivar Götz Bettge vor den sanierten Häusern des „Schlieperblocks“ (Foto: Stadtarchiv Iserlohn).

Iserlohn. (PM Stadt Is.) Klaus Hennemann, Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg i.R., reiste anlässlich des Vortrages von Dr. Hans H. Hanke im Stadtarchiv Iserlohn am Dienstag 18. Juni, extra von Heidelberg nach Iserlohn.

Grund dafür war sein Vater Theodor Hennemann, der als junger Architekt Leiter des Hochbauamtes der Stadt Iserlohn war. In dieser Eigenschaft hatte Theodor Hennemann in den 1920er Jahren die Notwohnungssiedlung an der Schlieperstraße (heute Ankerstraße) entworfen. Später wurde die Siedlung unter dem Namen „Schlieperblock“ bekannt.

Der frühere Stadtarchivar Götz Bettge und heutige Stadtarchivar Rico Quaschny begleiteten Klaus Hennemann bei seinem ersten Besuch in Iserlohn überhaupt auf seiner Spurensuche. Sein Vater Theodor Hennemann war 1928 als 27-jähriger Regierungsbaumeister zur Stadt Iserlohn gekommen und wirkte hier bis 1934. Dann ging er nach Minden und machte dort als Stadtbaurat Karriere. Nach dem Krieg war er bis zur Pensionierung Stadtoberbaudirektor in Wuppertal und leitete den Wiederaufbau der kriegszerstörten Stadt.

Neben der dem neuen Bauen verpflichteten Siedlung an der Schlieperstraße, die heute unter Denkmalschutz steht und durch die Iserlohner Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (IGW) vorbildlich instandgesetzt wurde, entwarf Theodor Hennemann weitere bekannte Bauten in Iserlohn. Dazu zählen vor allem die ehemalige Jugendherberge am Bömbergring, die Wohnsiedlung Bäumerstraße und das Feuerwehrgerätehaus am Schillerplatz. Nicht ausgeführt wurden seine Entwürfe für einen Sparkassenneubau und eine Markthalle. Auch der bekannte Rhein-Weser-Turm bei Oberhundem wurde nach einem Entwurf Hennemanns 1932 errichtet.

Klaus Hennemann zeigte sich beeindruckt von den erhaltenen Bauten seines Vaters in Iserlohn, die Götz Bettge fachkundig erläuterte. Zahlreiche Einzelheiten zur Bau- und Nutzungsgeschichte des „Schlieperblocks“ erfuhren Hennemann und rund sechzig weitere Zuhörer am Abend im Vortrag von Dr. Hanke im Stadtarchiv. Gespräche mit IGW-Geschäftsführer Olaf Pestl, Dr. Hans H. Hanke, Götz Bettge und Stadtarchivar Rico Quaschny verbanden für Klaus Hennemann Erinnerungen an seinen Vaters mit den aktuellen Entwicklungen in Iserlohn. Das Stadtarchiv Iserlohn wird die Verbindung zu Klaus Hennemann aufrechterhalten und hofft, weitere biografische Informationen zu Theodor Hennemann zusammentragen zu können.

Redaktion

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