Märkischer Kreis. (pmk) Um die aktuellen Entwicklungen zum Ersatzneubau der A45-Rahmedetalbrücke in Lüdenscheid ging es im Ausschuss für Abfallwirtschaft, Umweltschutz und Planung des Märkischen... Arbeiten zum Ersatzneubau der A45-Rahmedetalbrücke gehen voran

Autobahntalbrücke Rahmede – Autobahn Westfalen Media/PR

Märkischer Kreis. (pmk) Um die aktuellen Entwicklungen zum Ersatzneubau der A45-Rahmedetalbrücke in Lüdenscheid ging es im Ausschuss für Abfallwirtschaft, Umweltschutz und Planung des Märkischen Kreises.

Im Lüdenscheider Kreishaus standen darüber hinaus der Natursprinter MK und das Naturschutzzentrum Märkischer Kreis auf der Tagesordnung.

Es war ein überregionales Ereignis: Am 7. Mai 2023 wurde die A45-Rahmedetalbrücke in Lüdenscheid erfolgreich gesprengt. Seitdem laufen die Arbeiten zum Ersatzneubau der Brücke. Über den aktuellen Stand hat Dr. Johannes Osing, Leiter des Fachdienstes Natur- und Umweltschutz beim Märkischen Kreis, im Ausschuss für Abfallwirtschaft, Umweltschutz und Planung im Lüdenscheider Kreishaus informiert.

Neues zum Ersatzneubau der A45-Rahmedetalbrücke

„Die Rodungsarbeiten für den Ersatzneubau sind in Kürze abgeschlossen. Von der gesprengten Brücke müssen noch die ehemaligen Widerlager, also massive Unterbauten, die als Übergang zwischen der Brückenkonstruktion und dem Erddamm dienen, entfernt werden. An ihrer Stelle werden für den Bau der neuen Brückenteile Bodenbereiche vertieft und verbreitert“, berichtete Dr. Johannes Osing. Die entstehenden „Keller“ dienen dem Bau der Fahrbahnelemente für die Brücke, die von hier über die Brückenpfeiler geschoben werden. Auch die Anlegung der Baustraßen hat bereits begonnen. Zusätzlich wurde die Verrohrung der Rahmede für die Dauer der Arbeiten durch ein Kastenprofil aus Beton ersetzt. Dadurch verkürzt sich der verrohrte Teil des Baches und das Abflussprofil verbessert sich. Nach den Arbeiten wird die Rahmede wieder offengelegt.

Neuigkeiten gibt es ebenso zu der im Januar 2023 erteilten Befreiung durch die Untere Naturschutzbehörde des Märkischen Kreises. „Es müssen Änderungen genehmigt werden, die sich bei der Autobahn GmbH nach der erfolgten Bauvergabe ergeben haben. So verkleinert sich das Baufeld zwar geringfügig um 0,5 Hektar. Nach der neuen Detailplanung ergebe sich jedoch ein zusätzlicher Bedarf für temporäre Lagerflächen von Bodenmassen. Dadurch werden mehr Bäume gerodet werden müssen als ursprünglich geplant. Eine gute Nachricht: Alle Änderungen wirken sich nicht auf den Artenschutz aus“, erklärte Osing.

Wer sich ein Bild des Ersatzneubaus der A45-Rahmedetalbrücke machen möchte, kann sich dabei an der A45-Lennetalbrücke in Hagen orientieren. Dr. Osing gab Einblicke: „Die zukünftige Brücke wird aus zwei Bauwerken mit insgesamt acht Pfeilern bestehen. Die Brückenteile werden von Norden und Süden an den Widerlagerseiten in ihrer zukünftigen Höhe fertig gebaut. Im nächsten Schritt werden sie über das Tal hinaus an ihre Position geschoben und treffen sich in der Brückenmitte.“

Steigende Nachfrage bei Natursprinter MK

Auch der Natursprinter MK stand im Ausschuss auf der Tagesordnung. Auf Antrag der Kreistagsfraktionen von SPD und CDU war der Etat für den „Natursprinter MK“ noch im Haushaltsjahr 2023 um 6.250 Euro erhöht werden. „Mit dem Naturschutzsprinter MK leistet die Kreisverwaltung einen wichtigen Beitrag, um Kindern den Naturschutz näher zu bringen“, betonte Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper. Der Erfolg zeigt sich an der positiven Bilanz: Im Jahr 2023 wurden 157 Fahrten mit dem Natursprinter MK durchgeführt. Insgesamt 5.200 Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte konnten so zu Umweltbildungseinrichtungen befördert werden. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 fanden 117 Fahrten mit 3.800 Fahrgästen statt. Falls das Budget für das Jahr 2024 wegen der großen Nachfrage nicht ausreichend sein sollte, will der Ausschuss im Sommer 2024 einen Nachschuss prüfen.

Budget für das Naturschutzzentrum MK

Weiteres Thema war das Budget des Naturschutzzentrums MK im Jahr 2024: 58.700 Euro stehen der biologischen Station im kommenden Jahr aus dem Kreishaushalt zur Verfügung. Eine Erhöhung um weitere 28.000 Euro soll dagegen für 2024 nicht gewährt werden, waren sich die Ausschussmitglieder einig.




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